Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung als Existenzsicherung!

Immer noch wird die Berufsunfähigkeitsversicherung unterschätzt oder in die Schublade "überversichert" gesteckt. Dabei ist diese Versicherung genauso wichtig wie wenn nicht sogar wichtiger als alle anderen Versicherungen.
Berufsunfähigkeit bedeutet nichts anderes als den Verlust der Arbeitskraft und damit finanzielle Not. Eine Unterversicherung in diesem Bereich bedeutet oft ein existenzielles Risiko. Der Staat hilft hier nur begrenzt. Als Ernährer einer Familie ist es praktisch unverzichtbar, eine Versorgungslücke durch den Abschluss einer BU zu schließen.

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Wer sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Besonders Selbständige und Freiberufler sollten sich über eine Berufsunfähigkeitsversicherung Gedanken machen! Die Versicherung kann aber auch für Kinder, Schüler und Studenten sinnvoll sein. Denn je jünger und gesünder man bei Abschluss des Vertrages ist, desto geringer fallen auch die Beiträge aus.
Manche Personengruppen gelten allerdings im Falle einer Berufsunfähigkeitssversicherung generell als nicht versicherbar.
Dazu gehören Berufstätige mit stark schwankendem und unregelmäßigem Einkommen, zum Beispiel Saisonarbeiter, aber auch reisende Händler und Schausteller. Auch wer einem Beruf mit erhöhtem Verletzungsrisiko nachgeht (z.B. Berufssportler, Rennfahrer, Fluglehrer, Piloten, Taucher und Akrobaten und ähnliche Berufe), kann sich nicht gegen Berufsunfähigkeit versichern.
Ausgeschlossen sind auch manche Körperbehinderte, wie etwa Blinde und Taubstumme.

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Was ist mit Berufsunfähigkeit eigentlich gemeint?

Berufsunfähigkeit ist der Verlust der Arbeitskraft durch Schäden an Wirbelsäule und Gelenken (35%), dicht gefolgt von seelischen Erkrankungen (15%, z.B. Burnout-Syndrom), Herz-Kreislauf-Krankheiten (13%) und Tumoren (11%).
Nur 10 % aller Fälle von Berufsunfähigkeit gehen auf Unfälle im privaten oder beruflichen Bereich zurück. Die Devise "Ich pass eben ein bisschen mehr auf!" gilt hier also nicht!

Wie setzt sich die Beitragshöhe zusammen?

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Rentenversicherungsträger über die Höhe der gesetzlichen Rente, die Ihnen zusteht, wenn Sie heute erwerbsunfähig werden sollten.
Addieren Sie alle sonstigen Kapitaleinkünfte dazu und ziehen Sie die Summe von Ihrem Nettoeinkommen ab. So stellen Sie die Höhe der Versorgungslücke fest und können dann über die Höhe der Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden.

Was Sie noch wissen sollten

Doch auch die private Altersvorsorge sollte von der Berufsunfähigkeitsversicherung in Form von Sparrücklagen noch mit abgedeckt werden, denn in der Regel gibt es hier nur Geld, solange Sie wirklich erwerbstätig wären. Um das Inflationsrisiko abzudecken, gibt es die dynamische Berufsunfähigkeitsversicherung.
Als Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung werden manchmal die private Erwerbsunfähkeitsversicherung oder die private Unfallversicherung vorgeschlagen. Diese Versicherungen können sinnvoll sein, einen umfassenden Berufsunfähgkeitsschutz ersetzen sie jedoch nicht, sondern ergänzen sie, da sie nur in ganz bestimmten Fällen greifen. Berufsunfähigkeit ist nicht gleich Erwerbsunfähigkeit: wer etwa wegen eines Bandscheibenschadens nicht mehr als Maurer tätig sein kann, ist manchmal noch fähig, als Fachverkäufer z.B. im Baumarkt zu arbeiten.